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Berühmtheit

Rea Garvey: Reamonn, Josephine & Wie ein Ire Deutschland eroberte

Rea Garvey: Reamonn, Josephine & Wie ein Ire Deutschland eroberte

Es beginnt mit einer Zeitungsanzeige in einem Lokalblatt. Rea Garvey, geboren als Raymond Michael Garvey am 3. Mai 1973 im irischen Tralee, kam 1998 mit einer Demo-CD in der Tasche und wenig Geld nach Deutschland — und suchte per Annonce im Stockacher Anzeiger nach Musikern für seine neue Band. Was er fand, war mehr als eine Band: er fand sein Land, seine Frau, seine Karriere. Und eine Liebesgeschichte, die er seitdem in Songs erzählt, die Millionen Menschen bewegen.

Von Tralee nach Stockach: Wie alles begann

Rea Garvey wuchs in Tralee auf — einer mittelgroßen Stadt im County Kerry im Westen Irlands, bekannt für die Rose of Tralee-Festspiele und eine Atmosphäre, die romantischer klingt, als sie für einen jungen Musiker ohne Perspektive war. Er hatte sieben Schwestern, eine Leidenschaft für Musik und eine Band in Dublin: die Reckless Pedestrians.

1998 entschied er sich für einen Schritt, der auf den ersten Blick unlogisch wirkt: Er verließ seine Heimat, packte seine Demo-CD und seine Ersparnisse und zog nach Deutschland — genauer gesagt in die Gegend um Stockach, eine Kleinstadt im Bodenseekreis. Warum Deutschland? Rea Garvey hatte das Land auf Tourneen kennengelernt und eine Verbindung gespürt, die er selbst kaum erklären konnte. Er blieb.

In Stockach schuftete er zunächst auf Festivals — als Veranstaltungstechniker, T-Shirt-Verkäufer, Roadie. Kein Glamour, kein Vorschuss. Dann die Zeitungsannonce: „Sänger sucht Band für Plattenproduktionen und Tourneen.” Auf die Anzeige meldeten sich Mike Gommeringer, Sebastian Padotzke, Uwe Bossert und Philipp Rauenbusch. Gemeinsam gründeten sie im November 1998 Reamonn — die irische Form von Raymonds Vornamen.

Silvester 1998/99: erstes Konzert in Stockach. Sechs Monate später: Vertrag bei Virgin Records. Das ist eine der bemerkenswertesten Aufstiegsgeschichten der deutschen Popmusik — und sie begann mit einer Lokalzeitung.

Reamonn: Die Band und der Song, der alles veränderte

Reamonn ist für viele Deutsche mehr als eine Band — sie ist die Soundtrack-Erinnerung an die Nullerjahre. Das Debütalbum „Virgin” (2000) enthielt die Single „Supergirl”, die 27 Wochen lang in den deutschen Charts blieb und das Quintett schlagartig berühmt machte. Es folgten Alben wie „Dream No. 7″ (2001), „Beautiful Sky” (2006) und „Wish” (2009) — jedes mit Hits, die bis heute gespielt werden.

Was Reamonn von vielen Bands ihrer Zeit unterschied: Der Sound war ehrlich. Keine überproduzierte Hochglanz-Pop-Oberfläche, sondern Rockmusik mit Melodiegefühl, getragen von einer Stimme, die Verletzlichkeit und Stärke gleichzeitig transportieren konnte. Rea Garveys Iren-Akzent auf Deutsch — eine Eigenheit, die andere als Problem gesehen hätten — wurde zum Markenzeichen.

2012 löste sich Reamonn offiziell auf. Das letzte gemeinsame Album „Can’t Stand the Silence” (2011) schloss ein Kapitel, das über zehn Jahre gedauert hatte. Die anderen Bandmitglieder gingen eigene Wege. Rea Garvey begann seine Solokarriere.

Josephine Garvey: Die Liebe, die am Telefon begann

Wer Rea Garvey versteht, versteht auch, dass seine Liebesgeschichte mit seiner Ehefrau Josephine mehr ist als eine Privatangelegenheit — sie ist Teil seines künstlerischen Kerns.

Die beiden lernten sich 1999 am Telefon kennen. Josephine übernahm damals das Management von Reamonn. Rea war als Frontmann häufig derjenige, der die Geschäftsgespräche führte. Irgendwann rief er an — und verliebte sich in die Stimme am anderen Ende der Leitung. Liebe auf den ersten Ton.

2002 heirateten die beiden. Josephine Garvey — eine Deutsch-Rumänin — ist seitdem nicht nur Ehefrau, sondern auch Muse. Der Reamonn-Song „Josephine” trägt ihren Namen. „Supergirl” und „Wild Love” hat er ihr gewidmet. Wenn Rea Garvey über Liebe singt, singt er über sie.

2005 kam ihre erste gemeinsame Tochter Aamor zur Welt — ein Name, der aus dem Spanischen und Portugiesischen kommt und Liebe bedeutet. Ein zweites Kind folgte, über das Rea und Josephine Garvey kaum Öffentlichkeit zulassen.

Die Familie lebt heute abwechselnd in Berlin und in Hadamar — einem kleinen Dorf bei Limburg in Hessen. Zwei Welten: die Großstadt für die Karriere, das Dorf für die Ruhe. Es ist eine Balance, die typisch für Rea Garvey ist — zwischen Bühne und Privatleben, zwischen öffentlicher Person und privatem Mensch.

Die Solokarriere: Von „Can’t Say No” bis „Take This Heart”

Als Solokünstler hat Rea Garvey eine musikalische Entwicklung durchlaufen, die zeigt, wie ein Künstler mit dem Alter ruhiger — und gleichzeitig tiefer — wird.

Sein erstes Soloalbum „Can’t Stand the Silence” (2011) war ein Mehrfach-Platin-Erfolg und enthielt unter anderem die Kollaboration mit Xavier Naidoo. Das zweite Album „Pride” (2014) brachte die Single „Can’t Say No”. Es folgten EPs, Kollaborationen und ein dritter Weg — zwischen Bandvergangenheit und individueller Stimme.

„Is It Love?” — eine seiner bekanntesten Solosingle — steht für das, was Rea Garvey am besten kann: eine einfache Frage in eine Melodie zu packen, die im Kopf bleibt. Der Song fragt, ohne zu antworten — und gibt dem Hörer damit Raum, die Antwort selbst zu finden.

„Halo” (2023/24) markiert eine weitere Stufe seiner Entwicklung: ein ruhigerer, atmosphärischer Sound, der weniger auf Radioformate zielt als auf emotionale Wirkung. Wer „Halo” hört, hört einen Musiker, der aufgehört hat, sich zu beweisen — und der stattdessen zeigt, was übrig bleibt, wenn man das weglässt.

„Take This Heart” (2025) ist das jüngste Kapitel — ein Song, der die Handschrift eines Mannes trägt, der nach 25 Jahren im deutschen Musikbusiness immer noch schreiben kann, als wäre es das erste Mal.

Rea Garvey im deutschen Fernsehen: Vom Coach zum Maskenmenschen

Parallel zur Musik hat sich Rea Garvey eine zweite Karriere im deutschen Fernsehen aufgebaut. Als Coach bei „The Voice of Germany” war er über mehrere Staffeln das empathische Gegengewicht zu den lauteren Juroren — jemand, der zuhört, bevor er spricht.

Seit 2019 ist er bei „The Masked Singer” auf ProSieben dabei — als Ratender in einem Format, das Deutschland jede Staffel neu in den Bann zieht. Seine Rolle dort passt zu seinem Charakter: neugierig, offen, ohne die Egozentrik, die viele TV-Gesichter kennzeichnet.

Rea Garvey Größe und Privates: Was bekannt ist

Über seine Körpergröße kursieren verschiedene Angaben — die meistgenannte ist rund 1,84 Meter. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Was man aber sieht: Auf der Bühne wirkt Rea Garvey präsent — nicht durch Inszenierung, sondern durch Natürlichkeit.

Sein Privatleben schützt er konsequent. Keine Reality-Shows, keine Homestorys, keine Instagram-Enthüllungen. Was er teilt, sind Momente — ausgewählt, selten, echt. Das passt zu einem Mann, dessen Songs persönlicher sind als jedes Interview.

Fazit: Rea Garvey — 25 Jahre, eine Liebe, eine Karriere

Rea Garvey kam mit einer Demo-CD und einer Zeitungsanzeige nach Deutschland — und baute daraus eine der beständigsten Karrieren der deutschen Popmusik. Josephine ist seine Frau, Aamor seine Tochter, Hadamar sein Zuhause. Reamonn ist Geschichte. „Take This Heart” ist Gegenwart. Und wer seine Songs kennt, weiß: Der rote Faden durch alles war immer dieselbe Sache. Liebe. Zu einem Land. Zu einer Frau. Zur Musik.

FAQs: Rea Garvey

Wer ist Rea Garveys Ehefrau?
Rea Garveys Ehefrau heißt Josephine Garvey. Die Deutsch-Rumänin übernahm 1999 das Management seiner Band Reamonn. Die beiden lernten sich am Telefon kennen und heirateten 2002. Rea Garvey widmete ihr mehrere Songs, darunter „Josephine”, „Supergirl” und „Wild Love”.

Wie viele Kinder hat Rea Garvey?
Rea Garvey hat zwei Kinder mit seiner Frau Josephine. Die ältere Tochter heißt Aamor und wurde 2005 geboren. Über das zweite Kind sind keine weiteren Details öffentlich bekannt.

Wo wohnt Rea Garvey?
Rea Garvey lebt mit seiner Familie abwechselnd in Berlin und in Hadamar, einem kleinen Dorf bei Limburg in Hessen.

Was war Rea Garveys größter Hit mit Reamonn?
Der größte Hit von Reamonn war „Supergirl” aus dem Jahr 2000, der sich 27 Wochen lang in den deutschen Charts hielt. Rea Garvey hat den Song seiner Frau Josephine gewidmet.

Was sind Rea Garveys neueste Songs?
Rea Garveys aktuelle Veröffentlichungen umfassen „Halo” (2023/24) und „Take This Heart” (2025). Beide Songs stehen für einen ruhigeren, atmosphärischen Stil, der seine musikalische Reife nach 25 Jahren Karriere widerspiegelt.

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