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Berühmtheit

Tom Hanks wird 70: Der Mann, der Hollywood menschlich gemacht hat

Tom Hanks wird 70: Der Mann, der Hollywood menschlich gemacht hat

Am 9. Juli 2026 wurde Thomas Jeffrey Hanks 70 Jahre alt. Zwei Oscars, sieben Emmys, mehr als vier Jahrzehnte auf der Leinwand und eine Karriere, die schier keine Pause kennt.

Zum Geburtstag erscheint gerade „Toy Story 5″ in den Kinos – mit Hanks als Stimme von Sheriff Woody, zum fünften Mal in 31 Jahren. Barack Obama hat ihn „America’s Dad” genannt. Und seine Frau Rita Wilson beschreibt ihn als jemanden, der „überall und jederzeit ein Nickerchen machen” kann.

Beides stimmt.

Von Concord nach Hollywood: Ein Weg ohne Netz

Thomas Jeffrey Hanks wurde am 9. Juli 1956 in Concord, Kalifornien, geboren – in einem Vorort von San Francisco. Als er fünf Jahre alt war, ließen sich seine Eltern Amos und Janet scheiden. Tom wuchs beim Vater auf, zog häufig um, hatte mehrere Stiefmütter. Sein jüngerer Bruder Jim blieb bei der Mutter.

Was diese Kindheit mit ihm machte, hat Hanks selbst beschrieben: Sie habe ihn einsam und heimatlos gemacht. Aber sie habe auch seine Fantasie gefördert und ihn unabhängig gemacht. Zwei Eigenschaften, ohne die keine Schauspielkarriere dieser Größe denkbar ist.

Schon an der High School besuchte er Theaterkurse. Er schrieb mit 18 Jahren einen Brief an Regisseur George Roy Hill und erklärte, es sei an der Zeit, dass ein renommierter Filmemacher ihn entdecke – auch wenn er „ein Niemand” sei, der „nicht umwerfend aussehe” und sich „nicht einmal einen Schnurrbart wachsen lassen” könne.

Hill antwortete nicht. Aber Hollywood fand ihn trotzdem.

Die Rolle, die er heute nicht mehr spielen würde

Tom Hanks hat viele Rollen gespielt. Forrest Gump. Captain Miller in „Der Soldat James Ryan”. Chuck Noland in „Cast Away”. Ben Gates in „National Treasure”. Sully Sullenberger. Abraham Lincoln in „Lincoln in the Bardo”, das gerade in der Postproduktion ist.

Eine Rolle würde er heute nicht mehr annehmen: Andrew Beckett in „Philadelphia” (1993).

„Könnte ein Heterosexueller das, was ich in Philadelphia gemacht habe, heute tun? Nein, und das zu Recht”, sagte er dem New York Times Magazine. „Ich glaube nicht, dass die Leute die fehlende Authentizität eines Heteros, der einen Schwulen spielt, akzeptieren würden.”

Es ist eine bemerkenswerte Aussage – nicht als Selbstkritik, sondern als Zeichen, wie Hanks über Authentizität nachdenkt. Er spielte 1993 einen homosexuellen Anwalt, der an AIDS stirbt. Der Film war für seine Zeit revolutionär. Hanks gewann den Oscar. Und in seiner Dankesrede bedankte er sich unter anderem bei seinem homosexuellen Lehrer – eine Szene, die Paul Rudnick so inspirierte, dass er das Drehbuch zu „In & Out” schrieb.

Mit dieser Dankesrede hat Tom Hanks 1994 mehr bewirkt als viele bewusste Kampagnen.

Zwei Oscars in zwei Jahren – ein Rekord, den kaum jemand kennt

1994 gewann Hanks den Oscar als bester Hauptdarsteller für „Philadelphia”. 1995 gewann er ihn erneut – für „Forrest Gump”. Zwei Oscars in zwei aufeinanderfolgenden Jahren. Das ist ihm gelungen. Zuvor hatte das nur Spencer Tracy geschafft, 1938 und 1939.

Forrest Gump ist dabei die Figur, die für viele Menschen gleichbedeutend mit Tom Hanks ist. Ein körperlich und geistig eingeschränkter Mann, dem durch schieren Glauben an das Gute alles gelingt – und der dabei unbeabsichtigt die wichtigsten Momente der US-Geschichte berührt. Es ist eine Rolle, die in der falschen Hand zur Karikatur geworden wäre. In Hanks’ Händen wurde sie unsterblich.

Was „America’s Dad” bedeutet

Barack Obama verlieh Tom Hanks 2016 die Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten. Dabei führte er offiziell den Spitznamen ein: „America’s Dad.” Begründung: weil Hanks „uns dazu bringt, uns ein bisschen besser zu fühlen.”

Was steckt hinter diesem Bild?

Tom Hanks spielt fast immer den Normalmenschen in außergewöhnlicher Situation. Nicht den Superhelden. Nicht den unfehlbaren Retter. Sondern den Mann, der zweifelt, der scheitert, der sich trotzdem aufrafft. Captain Phillips. Sully. James Ryan. Immer Menschen mit Selbstzweifeln. Immer Menschen, die trotzdem tun, was getan werden muss.

Und das, sagten viele Kollegen, ist auch privat so. Regisseur Marc Forster beschrieb ihn am Set als „wie ein Buddha”. Er komme morgens, bleibe den ganzen Tag, verschwinde nie in seinen Trailer. „Wenn wir sagen, wir seien nun bereit, ist er schon da, und alles ist perfekt.”

Was 2026 noch kommt

Tom Hanks ist mit 70 alles andere als im Ruhestand.

„Toy Story 5″ ist seit Mai 2026 in den Kinos – der fünfte Teil der Reihe, die 1995 begann und die Hanks seit dem ersten Film als Stimme von Sheriff Woody begleitet. Ob es einen sechsten Teil geben wird? „Wenn, dann muss er gut sein. Wirklich gut”, sagt er. „Nicht nur weil die Leute den Titel mögen.”

Gleichzeitig dreht er „The Comebacker” mit Regisseurin Marielle Heller, mit der er bereits „Der wunderbare Mr. Rogers” realisiert hat. Und „Lincoln in the Bardo”, in dem er Abraham Lincoln verkörpert – entfernt verwandt mit Hanks, wie der Schauspieler herausfand.

70 Jahre alt. Und keiner der Pläne klingt nach Abschied.

Fazit

Tom Hanks wird 70. Und er ist immer noch der Schauspieler, bei dem man sich sicher ist: Diese Figur versteht er. Dieser Mensch interessiert ihn. Diese Szene macht er richtig.

Zwei Oscars. Toy Story. Forrest Gump. Philadelphia. Sully. Captain Phillips. Eine Dankesrede, die ein Drehbuch inspirierte. Ein Titel, den ein US-Präsident offiziell verliehen hat.

„America’s Dad.” Mit 70 Jahren ist er das immer noch.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie alt ist Tom Hanks 2026? Tom Hanks wurde am 9. Juli 1956 geboren und hat am 9. Juli 2026 seinen 70. Geburtstag gefeiert.

Wie viele Oscars hat Tom Hanks gewonnen? Zwei Oscars als bester Hauptdarsteller – 1994 für „Philadelphia” und 1995 für „Forrest Gump”. Als bisher einziger Schauspieler neben Spencer Tracy gewann er den Oscar zwei Jahre in Folge.

Welche Rolle würde Tom Hanks heute nicht mehr spielen? Die Rolle des homosexuellen Anwalts Andrew Beckett in „Philadelphia” (1993). Er sagte, er glaube nicht, dass das Publikum heute die fehlende Authentizität eines heterosexuellen Schauspielers in dieser Rolle akzeptieren würde.

Was macht Tom Hanks 2026? Er hat „Toy Story 5″ fertiggestellt, in dem er erneut Sheriff Woody seine Stimme leiht. Außerdem dreht er „The Comebacker” mit Regisseurin Marielle Heller und „Lincoln in the Bardo”, in dem er Abraham Lincoln spielt.

Wie nannte Barack Obama Tom Hanks? 2016, bei der Verleihung der Presidential Medal of Freedom, nannte Obama ihn offiziell „America’s Dad” – weil Hanks die Menschen dazu bringe, sich ein bisschen besser zu fühlen.

Ist Tom Hanks verheiratet? Ja. Er ist seit 1988 mit der Schauspielerin und Sängerin Rita Wilson verheiratet, seiner zweiten Frau. Aus beiden Ehen hat er insgesamt vier Kinder.

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